Seniorenimmobilieninvestment?

März 6, 2019 4:45


Für jede Zielgruppe gibt es einen Markt, auch bei Immobilien. So ist zu beobachten, dass sich speziell der Markt für Seniorenimmobilien immer weiter festigt und nicht nur Selbstnutzer sondern auch verstärkt Kapitalanleger bedient.

Die gestiegene Nachfrage von Seniorenimmobilien als Investment hängt natürlich mit den Wachstumsperspektiven dieses Marktes zusammen. Deutschland wird älter, die Gruppe der Menschen, die ein Alter jenseits von 65 Jahren erreichen, wird in den nächsten 30 Jahren überproportional zunehmen, weil dann auch die geburtenstarken Jahrgänge 1964-1967 in den Ruhestand gehen.

Ein weiterer Vorzug ist, dass Rentner allgemein als besonders verlässliche und pflegeleichte Mieter geschätzt werden. Damit diese Zielgruppe jedoch würdevoll, sicher und vor allem  zufrieden möglichst lange in der eigenen Wohnung leben kann, müssen die entsprechenden Grundvoraussetzungen gegeben sein. Hierzu ist es notwendig beim Ankauf einer solchen Immobilie darauf zu achten, dass die Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt werden. Und zwar auch im Bezug eventuell später eintreffende körperliche Einschränkungen, die zum Zeitpunkt des Einzuges noch nicht vorstellbar sind.
Dies gilt für alle Wohnungsangebote wie barrierefreie, barrierearme und seniorengerechte  Wohnungen, unabhängig ob diese eine Betreuung im Konzept vorgesehen haben oder nicht.

Das sollten Kapitalanleger wissen:

  • Grundvoraussetzung ist die stufenlose Erreichbarkeit der Wohnung.
    Eine barrierefreie Errichtung ist für die Zielgruppe nicht unbedingt notwendig. Diese normierte Baueigenschaft sorgt zwar für Sicherheit bezüglich der Barrierefreiheit, verteuert jedoch die Herstellungskosten häufig unnötig. Denn in der DIN Norm sind Anforderungen festgelegt, die dem Bewohner einer Seniorenwohnung keine Vorteile bieten. Entscheidend ist, dass die durchdachte seniorengerechte Grundrissgestaltung und Ausstattung der Wohnung, den Alltag in jedem Lebensalter erleichtert. Zu Vermeiden gilt es, dass durch die Bauweise einer Wohnung, die nur in einer derart geplanten Wohnung
  • Die Lage ist entscheidend. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sowie eine gute Erreichbarkeit der Nahversorgung, zu Ärzten und Apotheken sind ebenso wichtig wie die Möglichkeit an kulturellen Veranstaltungen in der Nähe teilnehmen zu können.
  • Ein Betreuungskonzept durch einen sozialen Dienstleister, ggf. mit Gemeinschaftsraum im Haus, steigert die Attraktivität einer Seniorenimmobilie. Hierbei ist zu beachten, dass ein Betreuungskonzept mit 24 Stunden vor Ort Betreuung die monatlichen Grundkosten der Mieter erheblich erhöht. Häufig reicht ein Grundservice in Ergänzung mit dem Hausnotruf, der bei Bedarf überall installiert werden kann. Ambulante Pflegeleistungen können, wenn es notwendig wird, ebenfalls jederzeit dazu organisiert werden.
  • Die Wohnungsgrößen sind ein weiteres Kriterium. Zu große Wohnungen können nicht von jeder Rente bezahlt werden. Auch wenn sich die Menschen, die aus ihrem großen Eigenheim in eine Seniorenwohnung wechseln, eine  Reduzierung der Wohnfläche um z.B. 50% nicht vorstellen können, wird genau diese Veränderung häufig hinterher als Befreiung empfunden. Sie kann die Lösung für eine sichere und zufriedene Zukunft in einem neuen Zuhause im Leben sein.