Seniorenpalast am Riedels Eck!

März 31, 2020 5:59

Seniorenpalast am Riedels Eck!

Man kennt ihn in Winsen. Er ist berüchtigt dafür, dass er nicht nur große Ideen hat sondern diese auch umsetzt. Bei Jörg Schröder, Bauträger und Immobilienmakler aus Winsen/L. ist es wieder soweit: Er hat eine Vision.

In idealer Lage auf dem Grundstück „Riedels Eck“ möchte er ein sechsgeschossiges Seniorenwohnzentrum bauen. Zur verkehrlichen Anbindung ist natürlich der Bau eines Kreisels notwendig. Die Planung zur Verschiebung der vorhandenen Bebauung läuft. Eine Abfahrt des Kreisels soll direkt in die Tiefgarage des Neubaus münden.  In dem Gebäude soll es nicht nur seniorengerechte Wohnungen geben, sondern auch Einheiten zur Umsetzung von Wohngemeinschaften. Bei diesen Wohngemeinschaften hat jeder Bewohner eine Schlafkammer von ca. 5 m² und teilt sich Bad, Küche und Wohnbereich mit seinen 20 Mitbewohnern. Das schafft bezahlbaren Wohnraum meint Schröder. Da es bei diesem sehr intensiven Zusammenleben schnell mal zu Konflikten kommen kann, werden die Gemeinschaftsbereiche per Video überwacht. Ein so genannter „Ordnungshüter und Streitschlichter“ behält die neuralgischen Orte der einzelnen Einheiten in einem zentralen Überwachungsraum über Bildschirme im Blick und gibt ggf. Anweisungen über einen Lautsprecher, wenn ein Bewohner z.B. versäumt hat sein Geschirr in die Spülmaschine zu stellen oder gekleckert hat.

Es wird auch normale Seniorenwohnungen geben. Die Bewohner dieser Wohnungen können das Schwimmbad auf dem Dach, den Panorama-Pool mit einem wundervollen Ausblick über die Kreisstadt und bei klarer Sicht bis zur Elbe kostenlos nutzen. Des Weiteren sollen Schwimmvereine, Kindergärten und Schulklassen die Möglichkeit erhalten das Becken zu nutzen. Die Idee ist zudem, dass die Bewohner des Hauses hier kostenlos Schwimmunterricht erteilen. Jörg Schröder hatte kürzlich gelesen, dass nur noch ca. 60 Prozent aller Kinder im Alter von 10 Jahren schwimmen können. Er möchte mit dieser Kooperation dazu beitragen, dass sich dies ändert. So werden auch soziale Kontakte zwischen den Generationen geknüpft und die Ruheständler können bei Bedarf auch die Nachmittags- und Ferienbetreuung ihrer Schwimmschüler übernehmen.

Damit die Besorgungen des täglichen Bedarfs möglichst bequem von allen Bewohnern zu erledigen sind, wird Schröder einen Tunnel von der Tiefgarage seines Seniorenpalastes zur gegenüberliegenden Apotheke, dem Restaurant, dem Friseur und dem Lidl Markt bauen. Selbstverständlich mit Laufband und Rolltreppe. Für die Zukunft soll es eine Kooperation mit den ansässigen Geschäften geben und bestellte Waren können über eine hierfür vorbereitete Technik direkt zu den Bewohnern befördert werden. Die Erreichbarkeit des Bahnhofes soll über einen Fahrradrikscha Hol- und Bringdienst sichergestellt werden.

Da so kaum noch ein Bewohner ein eigenes Auto benötigt, wird es in der Tiefgarage reichlich freie Stellplätze geben. Auf diese freien Flächen plant Schröder die Aufstellung von bequemen Schlafcontainern. Diese Ruheräume können tage-oder stundenweise gebucht werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Durchreisende und Pendler die durch Zugverspätungen und ausfälle am Winsener Bahnhof ihre Wartezeit mit einem Nickerchen dann sinnvoll nutzen können.  Die Verfügbarkeit freier Schlafplätze wird über ein Display direkt unter den Bahnhofsuhren angezeigt. Und wer nicht schlafen möchte kann seine Wartezeit alternativ beim Schwimmen über den Dächern von Winsen überbrücken. Voraussetzung ist das Tragen einer Badekappe, damit alle Köpfe im Bassin altersunabhängig gleich aussehen und somit die Integration der Generationen auch gut gelingen kann. Übrigens wird es keine Wartezeiten mehr an den Aufzügen geben, da Schröder den Einbau von modernen Paternosteraufzügen plant. Diese Alternative zu dem herkömmlichen Fahrstuhl hält alle Bewohner fit und sorgt für Spannung und Erfolgsgefühle im Alltag.

Dieser Artikel wurde verfasst von Brigitte Fricke